Aus einer norddeutschen Privatsammlung
![]() | Schätzpreis / Estimate EUR 10.000.- |
1 Der Kritiker
Bleistiftzeichnung. 1866. 13,0 : 11,8 cm (27,1 : 21,3 cm). Signiert und datiert. | ![]() |
Aus einer Privatsammlung in Kalifornien, USA
| Schätzpreis / Estimate EUR 25.000.- |
2 Brustbild eines Mannes mit Toga
Ausstellungen: Beverly Hills, Modern Institute of Art 1948 Honoré Daumier. Los Angeles County Museum, 1958, Nr. 195 Französische Malerei von Delacroix bis Picasso. Stadthalle Wolfsburg, 1961, Nr. 176, Abb. Nr. 89 Claremont (Calif.), Pomona College, 1963.
Provenienz: Roger Marx, Paris. Claude Roger-Marx, Paris S. H. Marcy, Beverly Hills (Calif.), seither in Familienbesitz. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 15.000.- |
3 La Sortie de Bain
Provenienz: Henri M. Petiet, Paris (nicht bei Lugt). | ![]() |
![]() | Schätzpreis / Estimate EUR 7.500.- |
4 Mademoiselle Marcelle Lender, en Buste In dieser Form selten. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 10.000.- |
| 5 Miss Ida Heath, Danseuse anglaise Lithographie. 1894. 33,5 : 23,0 cm (52,6 : 32,0 cm). Im Stein monogrammiert. Wittrock 64. - Delteil 165. - Adhémar 104.Schöner Druck der einzigen und kleinen Auflage von 1894 in 40 Exemplaren, wovon 20 in Schwarz gedruckt wurden, die übrigen 20 Abzüge in Olivgrün. Auf breitrandigem und gelblichem Velin.Selten. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 12.000.- |
| 6 The Parrott Kaltnadelradierung. Um 1891. 10,1 : 11,9 cm (33,0 : 21,6 cm). Signiert und mit »épreuve d'essai« bezeichnet. Breeskin 138 VI (von VII).Vorzüglicher Druck des sechsten Zustandes mit den verlängerten Horizontalen über dem rechten Unterarm und vor weiteren Überarbeitungen an der Bluse. Druck in Braun mit schönem Stempelglanz auf breitrandigem Bütten mit Wz. »Vanderley«. »This is a fine portrait of Mathilde, Miss Cassatt's maid and companion« (Adelyn Dohme Breeskin). | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 7.500.- |
| 7 Bord de Rivière, les Oies Farbige Lithographie. 1897. 21,4 : 30,8 cm (42,4 : 56,5 cm). Signiert, im Stein nochmals signiert. Delteil und Melot 6. - Johnson (1977) 141.Eines von 100 Exemplaren.Sehr schöner und farbintensiver Druck von Auguste Clot, Paris in Blau, Gelb, Rosa, Grün, Orange und Hellblau gedruckt.Aus der zweiten, 1897 publizierten Vollard-Mappe »Album d'Estampes originales de la Galerie Vollard«. Auf China, auf sehr breitrandiges Velin aufgewalzt. Eine von lediglich sechs graphischen Arbeiten und die einzige, durch Vollard angeregte Farblithographie des Künstlers. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 20.000.- |
| 8 Les Baigneurs (grande planche) Farbige Lithographie. 1896-97. 41,0 : 51,0 cm (48,0 : 62,3 cm). Im Stein signiert. Venturi 1157. - Melot C 6. - Johnson (1977) 23 II (von II), ganzs. farb. Abb. in anderer Farbstellung auf s. 62. - Druick (Cézanne, Vollard and the Lithography, 1972) III (von III).Der nach Druick dritte und endgültige Zustand, nach Löschung der Auflagenbezeichnung im Stein Von Auguste Clot in Hellgrau, Blaugrün, Grün, Schwarz und Gelb gedruckt. Wie Druick hinsichtlich der Farbigkeit der Lithographie in beiden farbigen Zuständen anmerkt, gleicht kaum ein Abzug dem anderen. Beabsichtigt war der Eindruck eines Aquarells, was sich technisch jedoch kaum bewerkstelligen ließ.Für ein drittes »L'Album d'Estampes de la Galerie Vollard« vorgesehen, das jedoch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten Vollards mit dem Verkauf der beiden ersten Alben nicht mehr zustande kam.Auf »Ingres«-Bütten mit Wz. »MBM«. Die dritte Fassung des Themas »Baigneurs« und die größte und schönste der farbigen Lithographien Cézannes. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 60.000.- |
9 Le Chapeau epinglé, 2e Planche
Eines von 200 Exemplaren. Darüber hinaus wurde eine frühere einfarbige Fassung (1re Planche) in einer Auflage von 100 Exx. zu je 50 in Rötel und Bister sowie 100 Exx. in Schwarz gedruckt (vgl. D. 17, S. 29, M. 28., R.-M. 4, J. 107). Probedrucke existieren in Blau (siehe unsere Auktion 308, Moderne Kunst am 8./9. Dez. 1994, Kat.-Nr. 694, Farbtafel 39) und in Grau (unsere Auktion 312, Moderne Kunst am 8./9. Juni 1995, Kat.-Nr. 572, Farbtafel 56).
Hervorragend schöner farbintensiver Druck in 8 Farben, von Auguste Clot gedruckt. Es existieren sowohl Abzüge mit nur einer Signatur im Stein, diese meist ebenfalls in 8 Farben, aber auch Drucke in bis zu 13 Farben mit beiden Signaturen. Stella vermutet, daß Clot die drei weiteren Farben und die zweite Signatur erst später zufügte, so daß das vorliegende Exemplar in der noch originären Farbfassung ein Zwischenstadium darstellt.
Auf Bütten mit Wz. »M B M«.
Dargestellt sind Julie, Tochter der Malerin Berthe Morisot und Eugène Manets, dem Bruder Édouard Manets, und deren Cousine Paulette.
Eine der schönsten Lithographien Renoirs: »C'est la plus célèbre et la plus recherchée des estampes de Renoir« (Edith Carey, in: La Gravure impressioniste).
»Le Chapeau epinglé« zählt zu den größten und gesuchtesten Lithographien, die Renoir in den 1890er Jahren schuf. Die Technik der Lithographie erfreute sich in dieser Zeit immer größerer Beliebtheit, da sie als ursprüngliches Ausdrucksmittel der Künstler galt. Besonders der Pariser Kunsthändler und Verleger Ambroise Vollard beförderte ihre Popularität, indem er zeitgenössische Künstler mit der Schaffung von Lithographien beauftragte. Vollard vertrat dabei die Auffassung, dass Lithographien durch die Wahl feinster Papiere und Farben bei ihrer Herstellung, durchaus für Kunstsammler eine erstrebenswerte Alternative zum Erwerb von Originalen darstellen würden. Auguste Clot avancierte durch die erhöhte Auftragslage zum gefragtesten Lithographen der Impressionisten.
Um die vorliegende Farblithographie herzustellen, fertigte Renoir zunächst eine Vorzeichnung auf Papier an, die danach auf den Lithostein übertragen wurde. Anschließend begann er damit, das übertragene Bild mit Lithokreiden zu überarbeiten. Den Abzug kolorierte mit Pastellkreiden, der dem Drucker als Vorlage für die farbige Version diente - der endgültige Zustand schließlich zeigt in seinen atmosphärischen Farbabstufungen all die Merkmale, die auch Renoirs Gemälden innewohnen.
Das Sujet hatte Renoir 1893 bereits als Gemälde und als Pastellzeichnung ausgeführt, darüber hinaus schuf er 1894 drei Radierungen des Themas. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 7.500.- |
10 La Chimère regarda avec Effroi toutes Choses Die Folge »La Nuit« war im Anschluß an die unter dem Titel »Hommage à Goya« zusammengefaßten Lithographien entstanden; beide Folgen zählen zu den Höhepunkten im lithographischen Werk des Künstlers. - »In so suggestiven Blättern wie >Der seltsame Gaukler< aus der Goya-Folge oder >Die Chimäre< aus >La Nuit< hat die graphische Überzeugungskraft die Vorstellungskraft des Künstlers eingeholt. Schwarz und Weiß, Helligkeit und Dunkelheit greifen ineinander ein und werden dabei selbst zum Bildgeschehen, dessen Gestalt jetzt unmittelbar aus dem graphischen Tun erwächst« (Jürgen Schultze). | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 10.000.- |
11 Les Amours conduisant le Monde Auf breitrandigem, festem und grünlichem Japan. Insbesondere so schön selten. Loys Delteil vermerkt, daß diese erste Radierung des Künstlers im Atelier von Alphonse Legros und auf der Rückseite einer Platte dieses Künstlers entstanden war.Die wohl schönste Radierung im schmalen graphischen Werk Rodins. | ![]() |
Aus einer norddeutschen Privatsammlung
| Schätzpreis / Estimate EUR 45.000.- |
12 Brabanter Spitzenklöpplerinnen - Studie mit vier Figuren
Die einzig bekannte Studie mit vier Figuren zu den bedeutenden großformatigen, 1881 entstandenen Gemälden des Themenkreises, die jedoch nur eine Spitzenklöpplerin im Bildzentrum darstellen (vgl. Eberle 1881/27, verschollen und E. 1881/28, Hamburger Kunsthalle). Das Sujet hatte der Künstler im Dorf Dongen in Brabant gefunden und schuf dort eine Reihe von Zeichnungen und Ölstudien in mehreren Variationen. Auf Grundlage dieser Vorarbeiten wagte sich Liebermann schließlich mehr als eine Dekade später, im Sommer 1893, erneut an ein großes Gemälde, das das Thema der >Spitzenklöpplerinnen< aufgriff, diesmal mit drei Frauen (vgl. Eberle 1893/7). Wie sein Wegbegleiter Erich Hancke berichtet, der das unfertige Bild im Atelier sah, malte Liebermann »bald an diesem bald an jenem Kopfe, führte mit großer Bestimmtheit die Klöppelgestelle aus, all das auswendig, denn die Skizze[n] war[en] zu klein, um ihm mehr als einen allgemeinen Anhalt geben zu können. Dabei behauptete er fortwährend, nicht aus dem Kopfe malen zu können, und in gewissem Sinne war das auch richtig. Er zeichnete so sicher, sein Gefühl für die Form war so ausgebildet, daß er sie unter allen Bedingungen und in allen Verkürzungen sich vorstellen konnte. Die Gesetze dagegen, nach denen sich die Farben je nach der Beleuchtung verändern müssen, waren ihm nicht so klar. Er mußte den Ton vor sich sehen, um ihn zu treffen.«
Literatur: Der Kunstmarkt. Jg. VII, Nr. 7, 19. 11. 1909, S. 55 (erwähnt). Erich Hancke. Max Liebermann - Sein Leben und seine Werke. Berlin 1914, 1881/14, S. 532. Kunstchronik und Kunstmarkt. N. F., Jg. XXXI, Nr. 8, 21. 11. 1919, S. 170f (über die Auktion der Galerie Henneberg). Die Kunst für Alle. Jg. XXXV, Beilage zu Heft 5/6, April 1920, S. II (Bericht über die Auktion der Galerie Henneberg).Klaus P. Progner (Hrsg.). Verlorene Werke der Malerei. München 1965, S. 120 (andere Maße). Katrin Boskamp. Studien zum Frühwerk von Max Liebermann - Mit einem Verzeichnis der Gemälde und Ölstudien von 1866-1889, Olms Verlag, Hildesheim u.a., 1994, Nr. 154.
Provenienz: Rudolph Lepke, Berlin, 1425. Auktion am 24. 10. 1905, Nr. 42, Abb. Tafel V. Paul Cassirer, Berlin (1906), auf dem Keilrahmen mit dem Etikett und dort hs. mit dem Titel und der Nummer »770« bezeichnet. J. Abraham, Berlin (erworben am 15. 1. 1906 bei Paul Cassirer, bis 1909). Rudolph Lepke, Berlin, 1558. Auktion am 2. u. 3. 11. 1909, Nr. 102, Abb. Tafel 6. Galerie Geheimrat Henneberg, Zürich, erworben 1914, versteigert in der Auktion »Sammlung G. Henneberg - Ölgemälde und Zeichnungen hervorragender Meister, des 19. Jahrhunderts« vom 20.-22. 10. 1919, Nr. 187, Abb. Tafel XXV. Städtische Kunstsammlungen Görlitz, erworben 1919 (seit Kriegsauslagerung verschollen lt. Klaus P. Progner) 1940 von der Familie des Vorbesitzers erworben und seither in Familienbesitz. | ![]() |
Aus einer Privatsammlung in Kalifornien, USA
| Schätzpreis / Estimate EUR 12.000.- |
13 Hütten im Moor »Die Natur bietet mir täglich die schönsten Anregungen mehr als früher, meine Kunst macht mir unendliche Freude; es ist etwas Herrliches darum, eine solche hohe Arbeit vorzuhaben « (Otto Modersohn, 1933). Laut freundlicher Auskunft von Antje Modersohn ist das Werk in den Atelierbüchern auf das Jahr 1937 datiert und unter der Nr. 40 verzeichnet. | ![]() |
Aus einer Berliner Privatsammlung
| Schätzpreis / Estimate EUR 100.000.- |
14 Caféhausszene Mit einer Echtheitsbestätigung von Frau Dr. Sybille Groß, Berlin vom 12. Oktober 2009, das Gemälde wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen.
Provenienz: Nachlaß Lesser Ury (auf der Leinwand mit dem Etikett des Nachlasses sowie in Blau mit der Nachlaßnummer »303« bezeichnet), siehe das am 21. 11. 1931 von Dr. Karl Schwarz, dem damaligen Leiter der Kunstsammlungen der jüdischen Gemeinde zu Berlin, erstellte Nachlaßinventar des Malers. »Im Inventar >Bilderauswahl durch die Erben< vom 15. 3. 1932 wird als Besitzerin des Gemäldes >Lucie Meyerheim, Frankfurt/Oder< angegeben. Lucie und ihr Mann Leo Meyerheim wohnten in Frankfurt an der Oder am Leipziger Platz 8. Im Frühjahr 1939 emigierten sie mit ihrer jüngsten Tochter Ruth Betty nach Shanghai. In ihrem Reisegepäck befanden sich 15 ungerahmte Radierungen, ferner 46 gerahmte Radierungen, Pastelle und Gemälde, die alle aus dem Nachlaß des Malers Lesser Ury stammten. Ein Großteil der geerbten Bilder verkaufte das Ehepaar während des Aufenthalts in Shanghai, einige wenige, darunter das vorliegende Gemälde, gelangten nach dem Zweiten Weltkrieg in die Vereinigten Staaten, als sich Lucie und Leo Meyerheim in New York niederließen. Ehemals Privatbesitz, Israel. | ![]() |
Aus einer süddeutschen Privatsammlung
| Schätzpreis / Estimate EUR 45.000.- |
15 Strandlandschaft bei Flut
Wie Christiane Lukatis anhand von Pastellen, die sich als Leihgaben in der Graphischen Sammlung in Kassel, Schloß Wilhelmshöhe befinden, feststellt, hatte der Künstler mehrfach den selben Standpunkt eingenommen, um das Meer während der verschiedenen Gezeiten und Tageszeiten festzuhalten. »Künstlerisch war ihm das Meer in seiner Frühzeit ein Experimentierfeld, um die Stilrichtungen zu erproben, die ihm wertvoll erschienen, bevor er nach dem ersten Weltkrieg zu einer eigenen persönlichen Handschrift fand. Persönlich war es ihm ein Rückzugsort, an dem er sich, wie die subtilen Naturbeschreibungen in seinen Briefen veranschaulichen, ganz seinen elegischen Stimmungen hingeben konnte« (Christiane Lukatis, in: Jahrbuch 2009, Museumslandschaft Hessen Kassel, S. 96). Nach Beendigung seiner Studien an der Weimarer Akademie war Beckmann für einige Monate nach Paris gegangen. Eine im Anschluß geplante Italienreise wurde abgesagt und bevor der Künstler sich in Berlin niederließ, wird die Reise an die Nordsee stattgefunden haben. Auf dem Karton rückseitig mit einem Stempel in Violett »A. S. München. Vazrenzeichen (?) Ne.(?) 28413«.
Wir danken Frau Dr. Christiane Zeiller für freundliche Hinweise und die Bestätigung der Echtheit.
Provenienz: Vom jetzigen Eigentümer in unserer Auktion 268, Moderne Kunst, 11.-13. Juni 1987, unter Kat.-Nr. 117 (mit Abb. auf Tafel 49) erworben und seither in Privatbesitz. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 85.000.- |
16 Der Flötenbläser Eines von 32 nach 1940 gegossenen Exemplaren; in den Jahren 1936/37 wurden 3 Lebzeitgüsse mit Gießerstempel »HNoack Berlin Friedenau« hergestellt, im Jahre 1939 entstanden 3 weitere Güsse in Zink mit dem Stempel »HNoack Berlin«. das Gipsmodell wurde im Jahre 1936 geschaffen (vgl. Sch. 468, L. 595).»Barlach benutzte für die Konzipierung seiner Plastik den zeichnerischen Entwurf >Der Flötenbläser<, bei Schult 1366 auf 1919/20 datiert. Die Kohlezeichnung veröffentlichte Piper erstmals im Band >Zeichnungen<, München 1935, Tafel 24. Wahrscheinlich wurde Barlach im Zusammenhang mit den Auswahlüberlegungen für diesen Band auf den 14 Jahre zurückliegenden Plan zu jener Plastik erneut aufmerksam ... Diesen Hirten mit flachem Hut und knielangem Umhang dachte sich Barlach wohl auf einem Erdhügel sitzend. >Im Fluß der Linien und gleitenden Flächen, einer Umsetzung der Schalmeienmelodie in plastische Form, gehört die Arbeit zu den starken Erfindungen Barlachs, über deren Substanz das idyllische Motiv und die leicht eingängige Formmelodie nicht hinwegtäuschen dürfen< (Hinrich Reemtsma). In der Zeit härtester politischer Bedrängnis war das bukolische Thema der Versuch einer Erholungspause« (Elmar Jansen). Sehr schöner Guß mit dunkelbrauner Patina. - Rückseitig unten rechts mit dem Künstlernamen »E. Barlach« und dem Gießerstempel »HNoack Berlin«. Eines der Hauptwerke unter den späten Skulpturen und gleichzeitig eine der letzten großformatigen Plastiken des Künstlers. | ![]() |
Aus einer Schweizer Privatsammlung
| Schätzpreis / Estimate EUR 25.000.- |
17 Die Tänzerin Der Fries mit neun Figuren war ursprünglich für ein Beethoven-Denkmal vorgesehen, für das 1926 ein Wettbewerb ausgeschrieben worden war, das jedoch nicht realisiert wurde. - Vier der Figuren wurden 1927 als Terrakotten gebrannt, darunter die »Tänzerin«, die sich im Besitz von Gret Palucca befand.Hochrelief mit offener Rückseite. - Sehr schöner Guß mit rötlich-brauner Patina. - Links am Bein mit dem Künstlernamen »E. Barlach«, der gestempelten Numerierung und dem Gießerstempel »HNoack Berlin«. | ![]() |
Aus einer baden-württembergischen Privatsammlung
| Schätzpreis / Estimate EUR 8.000.- |
18 Lesender Mann im Wind Im Œuvre Barlachs finden sich mehrere Variationen des Sujets, die in der plastischen Umsetzung der Gips- und Bronzefassungen »Der Buchleser«, 1936 (Schult 472 u. 473, Laur 599 u. 600) gipfeln. Die 1916 entstandene Zeichnung »Wem Zeit wie Ewigkeit« (Sch. 1168) zeigt die Figur in stärkerer Drehung zum Betrachter in einer weiten Landschaft und wurde von Barlach auch als Lithographie ausgeführt (Sch. 79, L. 30). Auf festem, gelblichem Zeichenpapier. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 18.000.- |
19 Sitzende Frau Der linke Teil des bei Nagel/Timm abgebildeten und später getrennten Blattes; auf der rechten Seite befanden sich zwei Kopfstudien eines weiblichen Kopfes im Profil nach rechts bzw. links übereinander. - Eines der Modelle »aus dem einfachen Volk«, wie Käthe Kollwitz sie bevorzugte und mit denen sie durch die Praxis ihres Mannes in Berührung kam. Am 30. August 1909 schreibt die Künstlerin in ihr Tagebuch: »Eine Arbeiterehe ist nur erträglich wenn Mann und Frau gesund sind. So ist auch der Maßstab, den ich oft von Arbeiterfrauen an andere angelegt finde, immer derselbe: Sie kann arbeiten oder sie kann nicht arbeiten. Die Arbeiterwelt ist eine vollkommen geschiedene von der Bourgeoiswelt. Es herrschen in ihr vollkommen andere Wertmaßstäbe«. Die Art und Weise, die Zeichnung mit der Breite der Kreide anzulegen, übernahm die Künstlerin im Wesentlichen auch in ihre Lithographien, die in größerem Umfang ab etwa 1913 entstanden.Im Unterrand von fremder Hand betitelt mit »Frau Helene Weiss, Fransatistr. (?) 19 Hof III«.Auf »Ingres«-Bütten.
Literatur: Karl & Faber, München, 1925. Kat. 16, Nr. 125 (Abb. S. 24). Dr. Ernst Hauswedell, Hamburg 1950. 39. Auktion, Kat.-Nr. 1897 (jeweils ungetrennt). Hauswedell & Nolte, Hamburg 1975. 206. Auktion, Kat.-Nr. 1023, mit Abb. auf S. 356, getrennt (die Studie unter Kat.-Nr. 1024, Abb. S. 361).
Provenienz: Dorothy Brown, Malibu, USA. Privatsammlung London. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 3.000.- |
| 20 Zwei schwatzende Frauen mit zwei Kindern Lithographie. 1930. 29,4 : 26,0 cm (49,6 : 35,5 cm). Signiert. Knesebeck 250 c (von c). - Klipstein 240 c (von c).Sehr kräftiger und transparenter Druck.Eines von etwa 150 Exemplaren. Erschienen als Jahresgabe des Deutschen Kunstvereins, Berlin.Auf gelblichem Kupferdruckpapier.Die endgültige Fassung des Themas; 1928 hatte die Künstlerin bereits eine Radierung geschaffen (Kn. 243), diese jedoch verworfen. | ![]() |
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