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Aus einer Schweizer Privatsammlung
| Schätzpreis / Estimate EUR 30.000.- |
58 Landschaft am Bodensee 1920 richtete sich Hans Purrmann ein Atelier in Langenargen am Bodensee ein. Die Region rund um den Bodensee und die kleine Gemeinde Langenargen am Nordufer des Sees mit Schloss Momfort, den Uferpromenaden und Stränden, den Alleen und Dorfstraßen sollte ihn über Jahre hinweg zu einer beachtlichen Anzahl an Landschaftsimpressionen inspirieren. Wenn Purrmann neben seinem Hauptwohnsitz in Berlin bis 1928 auch ein Domizil in Rom hatte, so verbrachte er die sonnigen Sommermonate meist in Langenargen am Bodensee. Dort entstanden farbkräftige, lichtdurchflutete Landschaftsgemälde, darunter mehrere Variationen der baumgesäumten Ufer in der Art des vorliegenden Gemäldes. In dieser Variation setzte Purrmann den Akzent auf die reiche Farbpalette mit partiell pastosem Auftrag. Strahlendes Gelb, Orange und kräftiges Grün verleihen dem Gemälde seinen kompositorischen Reiz und seine Lebendigkeit.
Provenienz: Rudolf Vollmöller, Zürich. Adele Vollmöller, Zürich. | ![]() |
Aus einer niedersächsischen Privatsammlung
| Schätzpreis / Estimate EUR 12.000.- |
59 Blaues Stilleben Von 1907 bis 1912 lebte Stuckenberg in Paris, wo er zum Kreis der »Dômiers« gehörte - eine kleine Gruppe nord- und mitteleuropäischer Künstler, die sich regelmäßig im »Café du Dôme« zum Austausch trafen. Neben Stuckenberg waren Hans Purmann, Oskar Moll und Albert Weisgerber Mitglieder dieses Zirkels, der vor allem von der Malerei der Fauves beeindruckt war und Henri Matisse verehrte. Stuckenbergs Frühwerk, das stark von der intensiven Farbgebung, der Auffassung des Lichts und der Sujetwahl der französischen »Wilden« beeinflußt ist, fällt in die Zeit bei den »Dômiers«.
Ausstellung: Fritz Stuckenberg 1881-1944 - Retrospektive. Städt. Galerie Delmenhorst, 1993, Kat.-Nr. 5, mit s/w-Abb. Nr. 9 auf S. 15. | ![]() |
Aus einer nordrhein-westfälischen Privatsammlung
| Schätzpreis / Estimate EUR 18.000.- |
60 Schwedische Schärenwerft Auf dem Keilrahmen mit Fragmenten von Ausstellungsetiketten, verblaßter Stempel »Kunst und Museumsverein Wuppertal« sowie mit »Kat. Nr. 107« beschriftet.
Ausstellung: Neue Sachlichkeit in Hannover. Sprengel Museum Hannover, 9. 12. 2001 - 10. 3. 2002, Kat.-Nr. 211, S. 268 mit farb. Abb. auf S. 199. | ![]() |
Aus einer nordrhein-westfälischen Privatsammlung
| Schätzpreis / Estimate EUR 18.000.- |
61 Stilleben mit Tulpen Neusachliche Komposition mit Tulpenstrauß in Intérieur. Ein sehr ähnliches, heute verschollenes Aquarell Hoerles, ergänzt um ein Tuch und zwei Früchte, das den Tulpenstrauß nach links versetzt zeigt, ist bei Backes in Kap. III, Nr. 11, S. 197 (dort 1921/22 datiert) aufgeführt. Durch sich wiederholende Elemente in Form und Farbe schafft Hoerle mit dem vorliegenden Stilleben eine höchst homogene Komposition: Das Rechteck der Tischplatte findet sich im Ausschnitt des Fensters wieder, während die bauchige Form der Vase rechts im Vorhang aufgenommen wird, das Braun der Wandflächen widerspiegeln die Schattierungen der Bildgegenstände, den selben Ockerton verwendet Hoerle für die Blüten, die Fensterlaibung und die Vase. Zusätzliche Akzente setzen die aus der pastos aufgetragenen Farbe ausgeschabte Partien, eine Technik, die Hoerle ab 1932 auch für seine Wachsbilder verwandte. Als Maler Autodidakt schloß sich Hoerle 1913-14 der Künstlergruppe der »Lunisten« an, der auch Max Ernst und Otto Freundlich angehörten. Eng befreundet war er ab 1919 mit Wilhelm Seiwert, mit dem er zusammen die Gruppe der »Kölner Progressiven« ins Leben rief, die sozialrevolutionäre Ziele verfolgte; zeitweise stellte er auch zusammen mit den Kölner Dadaisten aus. 1920 lernte er Gerd Arntz und Gottfried Brockmann kennen, die ihm künstlerisch nahestanden. Hoerle wandte sich 1932 völlig von der Ölmalerei ab und begann, mit Wachskreiden zu experimentieren.
Provenienz: Kunsthandlung Wilhelm Goyert, Köln. Galerie David, Berlin. | ![]() |
Aus einer nordrhein-westfälischen Privatsammlung
| Schätzpreis / Estimate EUR 10.000.- |
62
Diagonalkonstruktion im Quadrat I Nach der Komposition entstand 1971 eine farbige Serigraphie, vgl. Vitt 56.»Dexel setzte neue künstlerische Techniken parallel zur seit 1924 intensiv betriebenen angewandten Kunst ein. Damals ging es allerdings um den Einsatz >elementarer Mittel<. Im Jahr 1924 tauchten die ersten Entwurfs-Collagen auf. Die Verwandlung der malerischen Fläche zum Material, dem Zugriff verfügbar, geschah auf dem Hintergrund des ästhetischen Diskurses von 1921 bis 1923. Aber die erst um 1924 entstandenen Entwurfs-Collagen und Collagen-Kompositionen zeigen, daß Dexel den Schritt zur materialorientierten Kunst erst nach 1923 vollzog ... Entwurfs-Collagen und große Collagen sind an die Stelle des Aquarells getreten. Die Verschiebung der Flächengleichgewichte durch farbige Papiere usw. erlaubt einen experimentierfreudigeren Umgang und das komplexere Spiel« (Ruth Wöbkemeier, S. 64f).
Ausstellungen: Walter Dexel. Städtisches Kunstmuseum Bonn, 1973, Kat.-Nr. 75, o.S. Walter Dexel. Kestner-Gesellschaft Hannover 1974, Kat.-Nr. 189, S. 109. Walter Dexel. Kunsthalle Bremen, Retrospektive zum 100. Geburtstag, 1990, Kat.-Nr. 46, S. 176. Deutsche Kunst 1900-1930. Galerie Levy, Hamburg, 1979, Kat.-Nr. 42, o.S.
Literatur: Arrigo Loro-Totino. Walter Dexel - evoluzione construttivista, in: Kat. W.D - Xilografie e Serigrafie, Goethe-Institut, Turin 1973, o.S.
Provenienz: Ehemals Nachlaß Walter Dexel. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 8.000.- |
63 DaDamax ernst 1919 hatte die Stadt Köln Max Ernst mit der Mappe beauftragt, aufgrund von Schwierigkeiten mit der Arbeitsgruppe Bildender Künstler (Verlag A.B.K.) übernahm der Künstler die Auflage für den fiktiven »schömilch-Verlag«. In einer Anzeige des Kairos-Verlages wurde eine Auflage der aquarellierten Blätter von 60 Exemplaren angekündigt, Ernst ließ jedoch den Plan fallen, die Lithographien zu kolorieren und vernichtete die meisten. Auf chamoisfarbenem, festem Velin. Sehr selten. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 8.000.- |
64 Drei Profile in Senkrechten, eines nach rechts Eines von 50 Exemplaren.Eine der seltenen und bedeutenden lithographischen Arbeiten des Künstlers in einem sehr schönen, transparenten Abdruck.Blatt 5 aus »Spiel mit Köpfen«, einer Mappe mit 6 Lithographien und 1 Titelblatt, am Bauhaus gedruckt und 1923 erschienen im Utopia-Verlag in Weimar. Auf gelblichem, breitgeripptem Bütten.Trotz der Auflage sind auch Einzelblätter äußerst selten. Komplette Folgen sind nur im Bauhaus-Archiv Darmstadt und in der Staatsgalerie Stuttgart vorhanden. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 8.000.- |
65 Barmbek Blatt 3 der 20 großformatige Metalldrucke umfassenden Folge »Hamburger Brücken«, die Nesch 1932 als dritte Hamburger Folge schuf. In den Blättern dieser Folge erprobte Nesch erstmals die neue und von ihm erfundene Technik des Metalldruckes, angeregt von den ungewöhnlichen Bearbeitungen der Holzplatten des von ihm bewunderten Edvard Munch. Nach eigenem Bekunden »kam ich eines Tages auf meinem Weg am Rödingsmarkt an einem Geschäft vorbei, das einen kleinen, entzückenden Lötkolben im Schaufenster hatte. Den kaufte ich, außerdem eine Laubsäge. Im selben Geschäft waren verschiedene Kupferdrähte. Wurde angeschafft. Die Kunst, Lötwasser selbst zu machen, kannte ich noch nicht und eines Sonnabends waren die Geschäfte geschlossen. Der Arbeitsdrang war groß, ich bohrte Löcher in eine Platte, flocht Kupferdraht, anstatt ihn aufzulöten. Eines Tages meinte Ruwoldt, mein Ateliernachbar >Warum brauchst Du kein Fliegengitter?< Wurde angeschafft ... Die nun fünfundzwanzigjährige Arbeit in Metallgraphik, Plastik und Metallbildern hat ihre Wurzeln in Hamburg«. Auf Kupferdruckpapier. Sehr selten, bereits zu Neschs Zeit waren lediglich 2 vollständige Folgen der »Brücken« bekannt. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 10.000.- |
66 Abschied Eines von mindestens 11 Exemplaren. Sehr schöner, differenzierter und transparenter Handdruck des Künstlers. - Der Druck erfolgte von zwei Platten in Blau und Schwarz. Blatt 1 der 20 großformatige Metalldrucke umfassenden Folge »Hamburger Brücken«, die Nesch 1932 als dritte Hamburger Folge schuf. Zu den »Hamburger Brücken« schrieb Alfred Hentzen: »Schon das Thema war neu und wesentlich. Merkwürdigerweise hatte keiner der zahlreichen Künstler, die im Auftrage Alfred Lichtwarks >Bilder aus Hamburg< malten, dieses für das Stadtbild der wasserdurchströmten Hafenstadt so wichtige Element beachtet, auch Nolde war später in seinen Radierungen daran vorübergegangen. Nesch entdeckte die Schönheit der Elb- und Alsterbrücken, der Hochbahnüberführungen und Landungsbrücken und erfaßte in seinen Darstellungen das Künstlerisch-Anziehende dieser technischen Konstruktionen eigentlich zum ersten Mal«. Auf Kupferdruckpapier. Sehr selten. | ![]() |
Aus einer niedersächsischen Privatsammlung
| Schätzpreis / Estimate EUR 5.000.- |
67 Intarsienkasten Die Intarsien-Werkstatt Albert Schulze erfreute sich in den zwanziger Jahren bei Künstlern großer Beliebtheit, dort ließ Kurt Schwitters mehrere Kästen anfertigen, aber auch El Lissitzky, Ludwig Gies, Schmidt-Rottluff beauftragten ihn; Schulze übernahm daneben zahlreiche kirchliche Aufträge, 1943 wurde seine Werkstatt zerstört. Vergleichbare Intarsienkästen befinden sich im Sprengel-Museum, Hannover, im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, im Museum für angewandte Kunst, Köln, im Landesmuseum Oldenburg und dem Clemens Sels-Museum, Neuss. Ein hinsichtlich des Deckelentwurfes nahezu identisches Pendant besitzt das Rijksmuseum Amsterdam, jedoch zeigt dieses einen homogenen Korpus und ist durch Perlmuttintarsien ergänzt. Zu den beiden Exemplaren, die im Anschluss an die 1920 in der Galerie Garvens ausgestellten Ebenholzkassetten entstanden sind, schreibt Dr. Christiane Heiser: »Beide Objekte weisen ähnliche, sich kreuzende Gleis- oder Schienenmotive auf. Ein solches Motiv, das auch als Leiter oder schmales Sprossenfenster zu deuten ist, bildet den Mittelpunkt der Oberseite eines Kästchens, das einst August Hoff gehörte und dessen Datierung für 1922/23 verbürgt ist« (Rüdiger Joppien, Ausst.Kat. Retrospektive J. Thorn Prikker, S. 174). »Von Schulzes Arbeiten lassen sich heute rund 100 Intarsienobjekte ausmachen, von annähernd der Hälfte sind die Entwerfer bekannt. Sie waren mit wenigen Ausnahmen Mitglieder des Deutschen Werkbundes. Bemerkenswert ist die große Gruppe der Intarsienkästchen. Allein über zwei Dutzend fertigte Schulze nach den Entwürfen des holländischen Malers und Entwerfers Jan Thorn Prikker« (Helga Hilschenz-Mlynek, Die Intarsienkästen von Schwitters + Schulze, in: Weltkunst, Heft 7, 1996, S. 791-793).Thorn Prikker, übersiedelte 1904 als Lehrer an die neu gegründete »Handwerker- und Kunstgewerbeschule« nach Krefeld, Helmuth Macke und Heinrich Campendonk zählten dort zu seinen ersten Schülern. Sein Schaffen bewegte sich stets zwischen freier und angewandter Kunst - neben Landschaftsbildern und monumentalen Wandgemälden, schuf er Entwürfe für Möbel und Textilien im Stil des Art Nouveau. 1910 ging er nach Hagen, um sich aktiv an den künstlerischen Reformbestrebungen der Werkbund-Bewegung zu beteiligen. Daraufhin erhielt er zahlreiche Aufträge für Wandgemälde, Mosaike und vor allem Glasfenster. Ab 1920 war Thorn Prikker als Lehrer für Glasmalerei bzw. Monumentalkunst an der Kunstgewerbeschule in München, der Kunstakademie in Düsseldorf und ab 1926 bis zu seinem Tod 1932 an der Kölner Werkschule tätig.
Ausstellung: Retrospektive Johan Thorn Prikker. 1868 - 1932. - De Jugendstil vorbij. Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam. 11. 11. 2010 - 13. 2. 2011 / Retrospektive Johan Thorn Prikker. Mit allen Regeln der Kunst. Vom Jugendstil zur Abstraktion. 21. 3. - 7. 8. 2011. Museum Kunstpalast, Düsseldorf. Kat.-Nr. 193, mit ganzs. Farbabb. auf S. 175.
Provenienz: Nicht aus dem Besitz August Hoff. Lempertz, Köln. Auktion 908 am 16. November 2007, Kat.-Nr. 1036, dort vom jetzigen Besitzer erworben. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 7.500.- |
68 Nu couchée Auf Bütten. Mit dem roten Monogrammstempel (Lugt 1852 b). Mit einer Echtheitsbestätigung von Olivier Lorquin, Paris vom 9. März 2010, die Zeichnung ist unter der Nr. 2773 registriert. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 12.000.- |
69 Nadia regardant à droite Auf Velin »Pur Fil Marais«. Aus der Reihe der Portraits des Modells Nadia, die Matisse 1948 schuf. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 25.000.- |
70 Henri Matisse gravant Exemplar 30/30. Nuancenreicher Druck mit warmem Plattenton. - Der endgültige Zustand mit den vermehrten Nadelproben im Rand, diese jedoch links unten weniger stark eingefärbt. - Die Platte wurde nach dem Druck der Auflage gestrichen. Auf festem gelblichem Velin von »Van Gelder« mit breitem Rand. Das erste graphische Werk des Künstlers und eines der wenigen Selbstbildnisse innerhalb seiner Graphik. Sehr selten. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 22.000.- |
71 Odalisque au Magnolia Die Lithographie steht in Zusammenhang mit der 1923 entstandenen Radierung »Odalisque couchée« (vgl. D.-M. 86) und dem 1924 in Nizza geschaffenen Gemälde, das die Komposition seitenverkehrt wiedergibt. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 8.000.- |
72 Tristan Tzara. Parler seul. Exemplar 55/200 auf Velin »Malacca pur Chiffon«, darüber hinaus wurden 20 Exx. auf Velin von »Montval«, 30 Exx. auf »Arches« sowie 3 Exx. für den Autor, den Verleger und den Künstler gedruckt. Originalausgabe des 1945 geschriebenen Gedichts von Tristan Tzara. - Der Druck des Textes erfolgte 1948, die ebenfalls 1948 begonnenen und auf der Handpresse abgezogenen Lithographien wurden 1950 bei Mourlot Frères fertiggestellt. - Der schöne signierte Handeinband greift Motive von Miró aus dem Buch auf. Im Druckvermerk vom Dichter und vom Künstler signiert. Erschienen bei Maeght Éditeur, Paris 1950. Mit 72 meist farbigen Lithographien von Miró (einschließlich Umschlag und Chemise). Handgebundener grüner Maroquinband mit farbigen Lederintarsien, in Schuber mit Lederkanten (J.-F. Barbance). Die Orig.-Chemise mit der farbgen Lithographie und der Orig.-Vorderumschlag mit der Collage eingebunden. - Der untere Teil der bei Mourlot 102 beschriebenen Farblithographie der Chemise wurde wohl für den ursprünglichen Schuber verwandt, dieser hier nicht mehr vorhanden. »This book represents a particularly effective collaboration between artist and author. Miró's brilliantly spontaneous and amorphous images, drawn directly on the stone with very few preparatory sketches, have the inventive verve of Tzara's random verses.« (Eleanor M. Garvey) | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 4.000.- |
73 Théocrite. Les Idylles Exemplar 16/30 der Vorzugsausgabe mit einer zweiten, losen und rückseitig unbedruckten Folge von 34 (von 38) der Holzschnitte auf China. Die vollständige Folge der 38 Holzschnitte, davon 16 ganzseitig, mit dem Text auf losen Bogen. - Die Holzschnitte von Theo Schmied nach Zeichnungen des Künstlers.Druckvermerk vom Künstler signiert. 1945 bei Tériade in Paris erschienen. In Orig.-Umschlag mit eingeprägter Illustration in Gold in Orig.-Decken und Schuber. - In Kassette mit Buntpapierüberzug. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 8.000.- |
74 Radiguet, Raymont. Les Pélican Exemplar 53/90 auf Bütten von »Van Gelder Zonen«, darüber hinaus wurden 10 Exemplare auf Japan gedruckt.Die vollständige Folge der 7 Radierungen, davon 2 ganzseitig, 4 in den Text und 1 auf den Umschlag gedruckt, zu dem Text von Raymont Radiguet. Druckvermerk von Dichter und Künstler in Tinte signiert. - Titel in Rot u. Schwarz gedruckt. 1921 im Verlag der Galerie Simon in Paris erschienen. In Kassette mit Buntpapierüberzug. Das erste illustrierte Buch des Künstlers, weitere folgten ab den vierziger Jahren. - Der Text des damals 17jährigen Autors, heute vor allem bekannt durch den Roman »Le Diable au Corps«, ein Schauspiel in zwei Akten, wurde bereits im Entstehungsjahr in Paris aufgeführt. »Like the playwright, the artist depicts the Pélican family with a jaunty humour« (Eleanor M. Garvey). Trotz der Auflage selten vorkommend. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 15.000.- |
75 L'Homme au Chien (Rue Schoelcher) Vorzüglicher Druck der frühen kubistischen Radierung mit kräftigem, wolkig gewischtem Plattenton. Eines von 60 Exemplaren auf Velin, davon 54 in Rot signiert; darüber hinaus wurden 42 Exemplare auf Japan gedruckt und ebenfalls in Rot signiert. Abzug des endgültigen Zustandes mit den drei aufgehellten Flächen. Eine der kubistischen Radierungen Picassos, 1915 entstanden, 1930 in wenigen Probeabzügen und 1947 in den beiden Auflagen gedruckt. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 12.000.- |
| 76 Le Repos du Sculpteur III (Vieux Sculpteur et Modèle assoupi avec un Groupe sculpté représentant des Chevaux luttant) Radierung. 1933. 19,3 : 26,8 cm (38,8 : 50,4 cm). Signiert, in der Platte datiert. Bloch 173. - Baer 326 B c (von B d). Eines von 50 Exemplaren auf dem großen Büttenformat von »Montval«. Blatt 64 der »Suite Vollard«. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 15.000.- |
77 La Bonne dans l'Atelier de Sculpture Schöner und toniger Druck. Eines von 50 Exemplaren auf dem großen Büttenformat von »Montval«. - Blatt 71 der »Suite Vollard«. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 15.000.- |
78 Grande Nature morte au Compotier Den ersten Zustand, von dem keine Auflage existiert, hatte Picasso am 7. März geschaffen, ein einziger Probedruck ist bei Güse/Rau (1994) unter der Kat.-Nr. 169 (o.Abb.) dokumentiert; der zweite, überarbeitete Zustand entstand am 10. März. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 45.000.- |
| 79 Femme au Fauteuil No. 1 (d'après le rouge) (Le Manteau polonais) Lithographie. 1948. 69,5 : 54,6 cm (76,0 : 56,5 cm). Nicht bei Bloch. Mourlot 134: 2. Zustand des Umdrucks. Rau 385: 13.1.1949. 2. Zustand des Umdrucks. Reuße 412: 2. Zustand des Umdrucks. Der Hintergrund und die hellen Partien der Figur (bis auf Gesicht und Hände) wurden mit Kreide bearbeitet. Die prachtvolle großformatige Lithographie im zweiten Zustand des Umdrucks von der fünften Fassung der Rotplatte. 6. Druck von 6 Zustandsdrucken für den Drucker Fernand Mourlot. Von dieser Fassung entstand keine Auflage. Die zwischen November 1948 und April 1949 entstandene umfangreiche Serie von großformatigen Lithographien, die ursprünglich auf ein Motiv zurückgehen, stellt in technischer, quantitativer und künstlerischer Sicht den Höhepunkt im lithographischen Schaffen Picassos dar. Reuße zählt 35 verschiedene Fassungen des Motivs. Ausgangspunkt war eine Lithographie von 5 verschiedenfarbigen Zinkplatten, deren Ergebnis Picasso nicht befriedigte. Der Künstler bearbeitete daraufhin die einzelnen Farbplatten, in vorliegendem Fall die Rotplatte. Von den verschiedenen Fassungen wurden lediglich drei Fassungen in einer Auflage von je 50 Exemplaren gedruckt, von den übrigen Fassungen entstanden jeweils einige wenige Zustandsdrucke. Brigitte Baer schreibt über die Entstehung der Serie: »Picasso intended to make a large portrait in five colors of Françoise wearing the Polish coat he had bought for her during his trip to Poland. This proof shows where he abandonded his idea, definetely preferring the scale of half tones given by black and white. He then began to work each of the five zincplates, creating the group of lithographs which are the acme of his work in that technique. From the red plate, for example, he first produced six states that were not published. Not satisfied with the 5th state, he then had it transferred onto another zincplate, where he reworked three states«. Auf Velin von »Arches«. Rückseitig mit der Paraphe von Fernand Mourlot und von ihm mit »2e etat du report 6/6« bezeichnet.
Provenienz: Fernand Mourlot, Paris | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 18.000.- |
| 80 Vénus et l'Amour (2e variation) Lithographie. 1949. 68,0 : 48,5 cm (76,5 : 56,0 cm). Signiert, im Stein datiert. Bloch 613 II (von II). - Mourlot 183 II (von II).Exemplar 12/50. Vorzüglicher tiefschwarzer Druck des zweiten Zustandes vom 30. Mai nach Überarbeitung des Steines und die zweite von drei lithographischen Fassungen sowie einer Aquatintaradierung aus dem gleichen Monat, die nach dem Bild von Lucas Cranach in Berlin entstanden.Auf Velin von »Arches«. | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 30.000.- |
81 Portrait de Jacqueline en Robe imprimée (Petite Buste de Femme) Der schöne farbige Linolschnitt in einem Druck des endgültigen Zustandes von zwei Platten in Rosa-Ocker, Braun und Schwarz gedruckt.1963 von der Galerie Louise Leiris verlegt. Auf Velin von »Arches«. Von der Schwarzplatte wurde 1964 durch Übertragung auf Matrize eine Keramik angefertigt (vgl. Bloch Bd. III, Nr. 169). | ![]() |
| Schätzpreis / Estimate EUR 12.000.- |
82 Portrait de Famille Ingresque IV Widmungsexemplar außerhalb der Auflage von 50 Exx. für die Galerie Louise Leiris, Paris. Druck in Braun und Schwarz bei Arnéra. Die vierte und letzte Fassung des Sujets, die Picasso als einzige farbig gestaltete; die Serie hatte er am 26. Juni begonnen und beeendete sie am 2. Oktober 1962 in Mougins.Auf gelblichem Velin von »Arches«. Die Widmung richtet sich an den berühmten Verleger Albert Skira (1904-1974), der zahlreiche aufwendig gestaltete Kunstbände und Künstlerbücher edierte, darunter auch Picassos Illustrationen zu den Ovidischen Metamorphosen. | ![]() |
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